Drei Arten, den Kraken loszulassen
Release the Kraken beginnt wie ein farbenfroher Unterwasser-Cartoon, bis Tentakel in die Walzen greifen und aus dem ordentlichen Raster einen Kampf um jedes nützliche Wild machen. Alle drei Spiele nutzen dieselbe Grundidee, doch das Monster mischt sich jeweils anders ein. Das Original wechselt zwischen mehreren überraschenden Kraken-Modifikatoren und lässt die Anzahl der Freispiele hinter verdeckten Objekten entdecken. Release the Kraken 2 setzt ganze Wild-Stapel in Bewegung, rettet gelegentlich einen verlorenen Spin und erlaubt ein Risiko vor der Bonusrunde. Megaways verlegt die Jagd auf sechs variable Walzen mit 117.649 Gewinnwegen, wandernden Wilds und Truhen voller Verbesserungen.
Die Reihe ist eher verspielt als wirklich düster. Fische ziehen übertriebene Gesichter, Schatztruhen locken mit Gold und der Kraken wirkt mehr wie ein unberechenbarer Schausteller als wie ein stummes Wesen aus dem Abgrund. Diese Tonlage passt zu Spielen, die ein Bild plötzlich umbauen, ohne in schweren Horror zu kippen. Am überzeugendsten wird das Thema, wenn ein Tentakel etwas Brauchbares zurücklässt: ein zusätzliches Wild, einen kompletten wandernden Stapel oder einen weiteren Respin. Der Meeresboden liefert die Kulisse; Persönlichkeit entsteht erst durch sichtbare Folgen auf den Walzen.
Das Original: ein übersichtliches Feld unter Druck
Release the Kraken läuft auf fünf Walzen, vier Reihen und 20 festen Gewinnlinien. Kombinationen entstehen von links, und nach dem Stopp ist schnell erkennbar, welche Symbole verbunden wurden. Diese Ruhe täuscht, denn in jedem Basisspin kann ein Kraken-Modifikator eingreifen. Infectious Kraken Wilds verteilen zusätzliche Ersatzsymbole, Colossal Kraken Wilds bringen ein besonders großes Wild ins Bild und Kraken Locking Wilds halten ihre Position für die Fortsetzung. Jeder Angriff verändert das Raster sichtbar, statt nur einen kaum bemerkbaren Zahlenwert zu erhöhen.
Die zufälligen Funktionen des Originals besitzen eigene Rhythmen. Eine Infektion kann mehrere Stellen rasch erfassen, ein riesiges Wild wirkt wie ein einzelner schwerer Schlag, festgehaltene Wilds machen schon den nächsten Schritt interessant. Dadurch ist das Grundspiel mehr als eine gerade Strecke zu nur einem Bonus. Ein dramatisches Tentakel verspricht trotzdem noch keinen großen Gewinn. Die Spannung liegt in der kurzen Pause danach: Verbinden die neuen Wilds teure Meerestiere, oder bleibt ein spektakulär verändertes Bild überraschend bescheiden?
Versunkener Schatz und entdeckte Freispiele
Im Sunken Treasure Bonus werden mehrere Multiplikatoren zu einer Belohnung addiert. Das ist eine kurze Abkehr von den Linien, denn der Blick richtet sich nun auf den Schatz und die Summe seiner Werte. Roaming Kraken Free Spins beginnen spielerischer. Zehn verdeckte Objekte enthalten unterschiedliche Mengen an Freispielen; alle aufgedeckten Werte werden zusammengerechnet. Schon der Eintritt in die Funktion bekommt damit eine kleine Dramaturgie. Jede Wahl verlängert die bevorstehende Serie oder weckt den Verdacht, dass sich hinter dem benachbarten Objekt mehr verborgen hätte.
In den Freispielen bewegt der Kraken Wilds über das Feld, während ein progressiver Multiplikator einer erfolgreichen Serie zusätzliches Gewicht geben kann. Hier funktioniert das Thema des ersten Spiels am besten: Das Monster wandert tatsächlich und verändert die Ausgangspunkte möglicher Linien. Die Auswahl vor dem Start kontrolliert nicht den späteren Gewinn, macht die Erwartung aber persönlicher. Die Zahl der Spins wird Stück für Stück entdeckt und nicht als trockener Festwert überreicht. Das Original eignet sich für klare Linien, kurze Überraschungen und die Ahnung, dass ein ruhiges Bild jederzeit von Tentakeln übernommen werden kann.
Release the Kraken 2 bewegt ganze Wild-Wände
Release the Kraken 2 behält das 5×4-Feld, organisiert seine Eingriffe aber systematischer. Wild Respins halten gelandete Wilds fest; jedes neue Wild kann einen weiteren Respin auslösen. Die Spannung wächst gut sichtbar: Das erste Ersatzsymbol schafft einen Anker, das nächste verbessert mögliche Verbindungen und kauft zugleich neue Zeit. Shifting Stacked Wilds bilden das auffälligste Schauspiel des Nachfolgers. Ein voller Wild-Stapel kann auf Walze zwei, drei oder vier erscheinen, sich mit den folgenden Schritten weiterbewegen und seinen Multiplikator bei jeder Verschiebung um 1× erhöhen.
Dieser wandernde Stapel ist die ausdrucksstärkste Einzelmechanik der Sammlung. Nicht irgendein abstraktes „Potenzial“ steigt, sondern eine komplette Wild-Wand zieht über die mittleren Walzen und wird dabei wertvoller. Richtung und begrenzte Dauer geben ein konkretes Ziel: Erreicht der Stapel die Position, an der Symbole auf den Außenwalzen ihn unterstützen? Eine weitere Zufallsfunktion kann ein verlorenes Bild verändern und einen garantierten Gewinn zwischen 20× und 60× Einsatz erzeugen. Sie schützt nicht vor jedem Fehlschlag, verwandelt aber gelegentlich einen bereits abgeschriebenen Spin in ein deutliches Ereignis.
Vor den Freispielen steht im zweiten Teil ein Risiko
Drei oder mehr Scatter starten die Freispiele, doch zuvor kann die Zahl der Spins zusammen mit dem Anfangsmultiplikator riskiert werden. Diese Entscheidung prägt die Stimmung der Runde noch vor der ersten Walzenbewegung. Wer das erhaltene Paket behält, schützt den vorhandenen Wert; ein Verbesserungsversuch kann stärker beginnen, trägt aber das entsprechende Risiko. Golden Wilds erhöhen den Spielmultiplikator innerhalb der Runde um weitere 1×. Der Bonus wächst daher nicht nur über die verbleibende Spinzahl: Jedes goldene Wild kann alle späteren Verbindungen verteuern.
Der zweite Teil wirkt bereits im Grundspiel besonders dicht. Festgehaltene Wilds schaffen Kontinuität, wandernde Stapel geben eine sichtbare Richtung vor, und der garantierte Gewinn kann ein totes Bild wiederbeleben. Der Preis dafür ist die Konkurrenz mehrerer Ideen. Das Original bleibt als Spiel mit drei Kraken-Angriffen und einer Freispiel-Entdeckung im Gedächtnis; der Nachfolger lenkt die Aufmerksamkeit laufend zwischen verschiedenen Systemen um. Er passt zu Spielern, die häufige Szenenwechsel und ein echtes Bonusrisko mögen, weniger zu denen, die einen einzigen dominierenden Mechanismus suchen.
Megaways macht aus den Tentakeln eine wandernde Jagd
Release the Kraken Megaways verwendet sechs Walzen und bis zu 117.649 Gewinnwege. Mindestens drei Wilds lösen einen Respin-Modus aus: Nach jedem Respin wandern die Wilds auf zufällige Positionen, ein weiteres Wild bringt eine zusätzliche Drehung. Anders als im zweiten Teil entsteht keine feste Wand. Die Tentakel jagen brauchbare Plätze in einer veränderlichen Matrix. Jede Bewegung erzeugt zugleich Hoffnung und Unsicherheit. Die Wilds bleiben beteiligt, doch ihre nächsten Standorte lassen sich nicht vorausplanen.
Mystery-Symbole können im Basisspiel erscheinen und sich in ein einheitliches bezahlendes Symbol verwandeln. Endet ein gewöhnlicher Spin ohne Gewinn, darf ein weiterer Zufallseingriff Symbole verändern und mindestens 10× Einsatz sichern. Der Höchstgewinn liegt bei 10.000×. Diese Obergrenze ist relevant, bestimmt aber nicht den Charakter. Megaways erzeugt die unruhigsten Bilder der Reihe: Die Anzahl der Wege schwankt, Mystery kann plötzlich eine große Gruppe gleicher Fische schaffen, und wandernde Wilds machen aus dem Respin eine Verfolgung ohne feste Bahn.
Truhen geben dem Megaways-Bonus eine Richtung
Drei bis sechs goldene Scatter lösen die Freispiele aus. Die Runde beginnt mit sechs Spins; die Zahl der auslösenden Scatter entscheidet, wie viele Truhen vor dem Start geöffnet werden. Darin stecken echte Regeländerungen: zusätzliche Spins, ein weiteres wanderndes Wild, ein Gewinnmultiplikator oder eine garantierte Mindestzahl an Wegen. Ein stärkerer Trigger bedeutet somit mehr als nur eine höhere Zahl neben einer unveränderten Funktion. Er lässt den Bonus bereits mit einer reicheren Konfiguration beginnen.
Jedes Wild bleibt während der gesamten Bonusrunde erhalten, wandert aber vor jedem Spin an eine neue Position. Treffen zwei Wilds am gleichen Platz zusammen, steigt der Gesamtgewinnmultiplikator um 1×. Ein Scatter auf der sechsten Walze fügt eine Truhe und einen weiteren Spin hinzu. Eine gute Runde kann deshalb gleichzeitig länger werden, mehr wandernde Wilds freisetzen und ihre Überschneidungen verteuern. Das ist der geschlossenste Bonus der Sammlung, weil Truhen, Bewegung und Multiplikator dieselbe eskalierende Jagd unterstützen, statt nebeneinander herzulaufen.
Welche Begegnung sollte zuerst kommen?
Das ursprüngliche Release the Kraken ist die richtige Wahl für übersichtliche 20-Linien-Spins, drei sichtbar verschiedene Wild-Eingriffe und eine Freispielzahl, die erst durch Auswahl entdeckt wird. Release the Kraken 2 richtet sich an Freunde eines dichten Grundspiels, in dem festgehaltene Wilds, wandernde Stapel und die Rettung eines verlorenen Spins ständig die Erwartung verändern. Megaways passt zu einer Vorliebe für variable Felder, zufällige Wild-Bewegung und eine Bonusrunde, die schon vor dem Start durch mehrere Truhen verbessert werden kann.
Der erste Teil ist der ausgewogenste Einstieg, weil er die Persönlichkeit der Serie schnell erklärt, ohne sie unter parallelen Regeln zu begraben. Der Nachfolger enthält das stärkste einzelne Schauspiel: Eine volle Wild-Wand sieht tatsächlich aus, als drücke der Kraken einen Tentakel durch die Walzen. Megaways bietet die beste längerfristige Bonusentwicklung, da jedes neue Wild, jede Truhe und jeder Scatter den Rest der Runde verändern kann. Dasselbe Meeresmonster führt alle drei Spiele an, doch Überraschung, gerichtete Bewegung und Aufbau geben jedem eine eigene Berechtigung.